Uni-Ärzte wollen in 26 Städten die Arbeit niederlegen...
Uni-Ärzte versammeln sich zu Großdemo in KölnIm Tarifstreit der Uni-Ärzte haben sich in Köln Mediziner aus dem gesamten Bundesgebiet zu einer zentralen Großdemonstration versammelt. Unmittelbar vor Beginn der Protestveranstaltung zeigte sich die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) im Tarifkonflikt mit den Länder-Arbeitgebern unnachgiebig. "Uns geht die Luft nicht aus", sagte der MB-Vorsitzende Frank Ulrich Montgomery am Rand der Demonstration. Den Arbeitgebern werde "ihre Arroganz" nicht helfen. Die streikenden Ärzte auf dem Roncalliplatz zu Füßen des Doms trugen Plakate mit Aufschriften wie "Uns reicht's" und "Gute Arbeit, gutes Geld". Mit Transparenten wie "Ich lerne Niederländisch" und "Andere Länder haben auch schöne Krankenhäuser" wiesen die Demonstranten zugleich auf die nach ihrer Ansicht besseren Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten in anderen Staaten hin. Nach Angaben der Ärztegewerkschaft wollten Uni-Ärzte in bundesweit 26 Städten die Arbeit niederlegen. Damit würden die Streiks der insgesamt 22.000 Mediziner an Uni-Kliniken und Landeskrankenhäusern einen neuen Höhepunkt erreichen. Zugleich sollten am Nachmittag in Köln die Tarifverhandlungen für die rund 70.000 Ärzte an den etwa 700 kommunalen Krankenhäusern fortgesetzt werden. Im Vorfeld wies die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber (VKA) die Forderungen des MB als "völlig überzogen" zurück. Die Ärztegewerkschaft habe zuletzt Einkommensverbesserungen von weit über 30 Prozent gefordert, kritisierte VKA-Verhandlungsführer Otto Foit vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde. Ärzte an den kommunalen Kliniken erhielten "bereits jetzt eine herausgehobene Bezahlung", betonte Foit. "Die Erfüllung der Forderung des MB würde die kommunalen Krankenhäuser in ihrer Existenz bedrohen." Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben. Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich. Powered by AkoComment 2.0! |